Einleitung
Auf sicheren Wegen durch das kaum markierte Wanderparadies irgendwo zwischen Europa, Afrika und Amerika: Wir profitieren vom Know-How des bewährten Rother Wanderführers und der jahrelangen Erfahrung unserer Guides. So können wir sorglos den unberührten und ursprünglichen Archipel im weiten Ozean entdecken. Eine wundersame Inselwelt aus bizarren Gebirgen mit prächtigen Vulkanen, Geröllwüsten, tropischem Grün und spektakulären Küsten mit versteckten Buchten und schönen Stränden. Halb Afrika, halb Europa!
Mit Flugzeug und Fährschiff „hoppen“ wir von einem attraktiven Eiland der „Inseln über und unter dem Wind“ zum nächsten. Sal, Santiago, Fogo, São Vicente und das Wanderparadies Santo Antão sind die landschaftlich und multikulturell hoch bewährten Stationen unserer Reise. Auf neun Wanderungen, darunter die Klassiker der Kapverdenliebhaber (Gom-Gom-Tal, Chã das Caldeiras, Pico do Fogo, Covakrater und Paúl-Tal, Steilküstenwanderung Ponta do Sol-Chã da Igreja …), tauchen wir Schritt für Schritt und sicher geführt von unseren beiden Guides in die fremde Welt ein. Die Wanderungen wurden auf Basis des bewährten Rother Wanderführers von unserem orts- und sachkundigen Reiseleiterteam ausgewählt. Eine runde Sache und alles kann auf den angegebenen Seiten detailliert nachgelesen werden.
Freundliche Gesichter lachen uns nicht nur in Bergdörfern entgegen, sondern auch auf unseren Streifzügen durch die Städte: Praia, die Hauptstadt der Kapverden, Inselhauptstadt São Filipe auf Fogo und besonders Mindelo, das kulturelle Zentrum der Kapverden auf São Vicente werden es uns antun – ebenso wie die kapverdische Musik und Küche.
Unsere ausgesuchten Unterkünfte sind gleichwohl Schnittstellen zur kapverdischen Mischkultur. Während des Wanderteils der Reise weilen wir in traditionellen Hotels und Pensionen. Zum Abschluss der Reise genießen wir den Komfort der Foya-Branca-Hotelanlage auf São Vicente (mit zwei großen Swimmingpools und einem der schönsten Strände der Insel inklusive). Morgens und abends werden wir auf der ganzen Reise mit landestypischer und internationaler Küche verwöhnt, mittags verköstigen wir uns mit leckeren heimischen Produkten beim Picknick an aussichtreichen Plätzen.
1. Tag der Wandertour
Linienflug von München zum internationalen Flughafen auf Sal und weiter nach Santiago. Herzlich willkommen in einer anderen Welt! Das exotische Wanderparadies der Kapverdischen Inseln wollen wir in den nächsten zwei Wochen sicher geleitet von unserer deutschen Reiseleitung, einheimischen Wanderführern und natürlich dem bewährten Rother Wanderführer intensiv erkunden. Bei früher Ankunft erste Tuchfühlung mit dem kapverdischen Leben bei einem Rundgang durch Praia, der Hauptstadt der Republik Cabo Verde; Möglichkeit zum Abendessen und Übernachtung.
2. Tag der Wandertour
Auf Empfehlung der UNESCO sozusagen wandern wir am Vormittag vom Dorf Calabaceira durch ein vegetationsreiches Tal (mit Affenbrotbäumen und Eisvögeln!) hinunter ans Meer zum Weltkulturerbe Cidade Velha, der ersten portugiesischen Niederlassung auf den Kapverden. Kolumbus und andere machten hier Zwischenstation auf ihren Entdeckungsfahrten. Unzählige afrikanische Sklaven wurden hier früher „verfrachtet“ (Gehzeit ca. 1.10 h, -195 Hm, s. Rother Wanderführer S. 142 f.). Transfer von der Küste ins zentrale Hochland nach Assomada, der Heimat des Volkshelden Amilcar Cabral. Ebenso berühmt der gigantische Kapokbaum, der vielfach bestaunte und besungene „Poilón“, der das überragende Highlight unserer Nachmittagswanderung ist. Er soll 500 Jahre alt sein und in seinen mächtigen Wurzelfalten könnte sich die ganze Gruppe verbergen (Gehzeit ca. 2,5 h, +140, -160 Hm, s. Rother Wanderführer S. 138 f.).
3. Tag der Wandertour
Zur „Königin der Wanderungen auf Santiago“ kürt sie der Rother Wanderführer und in der Tat hat die beliebte Wanderung im Gom-Gom-Tal Spektakuläres zu bieten (s. Rother Wanderführer S. 132 f.). Wir starten oben in der Serra da Malagueta und ergötzen uns an den herrlichen Ausblicken auf die Hochebene von Assomada sowie die umliegenden Bergzüge. Wie die Ziegenhirten ziehen wir auf alten Pfaden durch typische kapverdische Vulkanlandschaft hinunter nach Hortelão, wo uns der eigentümliche Duft der Zuckerrohr-Schnapsbrennerein umfängt. Probieren geht über studieren und ein Grogue ist eine prima Schnapsidee! (Gehzeit ca. 4 h, +220, -940 Hm)
4. Tag der Wandertour
„Auf der Vulkaninsel Fogo steigen die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr, denn die Insel lockt mit einer großen Attraktion: dem Vulkan Pico de Fogo.“ Als eine Chance für eine bessere Zukunft der Einwohner wertet die Dokumentation „Inseln der Hoffnung – die Kapverden“ (ZDF, 2005) den zunehmenden Tourismus auf der „Feuerinsel“. Auch wir lassen uns vom größten aktiven Vulkan im Atlantik anlocken und setzen per Flugzeug über auf Fogo. Bis zum nächsten Tag verweilen wir in der Inselhauptstadt São Filipe. Bis zum Abendessen genießen wir die gepflegte Atmosphäre des historischen Zentrums mit den wunderschönen pastellfarbenen Patrizierhäusern (sobrados) aus der Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft.
5. Tag der Wandertour
Unser heutiger Wanderausflug in die bizarre Vulkanwelt Caldeira stellt unter Beweis, was die Autoren des Rother Wanderführers über die Feuerinsel schreiben: „Fogo ist ohne Frage der dramatische landschaftliche Höhepunkt der Kapverden und bietet zudem ausgezeichnete Wandermöglichkeiten inmitten einer spektakulären Szenerie.“ Nach einer an Impressionen reichen Panoramafahrt tauchen wir ein in den halbkreisförmigen Einsturzkrater von mächtigen neun Kilometern Durchmesser. Per pedes geht es weiter zum Gipfelgrat des Pico Pequeños, dem während des Ausbruchs von 1995 entstandenen jüngsten Vulkankegel (s. Rother Wanderführer S. 162 f.). Aus dampfenden Hot Spots steigt uns Schwefelgeruch in die Nase. Und mit der Höhe steigt auch unsere Spannung. Von dieser hohen Warte aus (1830 m) und dem bordürenartigen Weg (Bordeira) entlang der Caldeirawand eröffnen sich uns Traumperspektiven auf den von erstarrter Lava und schwarzer Asche bedeckten Kratergrund der Chã das Caldeiras – und den majestätischen Pico do Fogo (2829 m). Wir glauben es kaum, dass diese unwirkliche und unwirtliche Gegend landwirtschaftlich und zum Wohnen genutzt wird. Neben Gemüse wird hier der Manecom, der Caldeira-Wein, angebaut. Beim Abendessen in Portela werden wir ihn genüsslich verköstigen und sehen danach einer Nacht im Vulkankrater gelassener entgegen (Gehzeit ca. 3 h, +230, -260 Hm).
6. Tag der Wandertour
Der höchste aktive Vulkan im Atlantik ruft! Mit einer Höhe von 2829 m über und 5300 m unter dem Meeresspiegel ist der Pico de Fogo fast so hoch wie der Mount Everest. Trotzdem brauchen wir für unseren heutigen Gipfelsturm auf den höchsten Berg der Kapverden keine Sauerstoffflaschen oder bergsteigerischen Fähigkeiten, nur eine normale Kondition und ausreichende Trittsicherheit. Die Tour sei zwar anspruchsvoll, aber für jedermann machbar, meint der Rother Wanderführer (s. Rother Wanderführer S. 160 f.). Die Orientierung ist für uns auch kein Problem, denn wir haben ja unsere erfahrenen Guides dabei. Dann hinauf ins Vergnügen! Der erhabene Panoramablick oben am Kraterrand macht still, demütig und glücklich. In der Ferne die Nachbarinsel Santiago, unermessliche Meeresweiten bis zum Horizont und unter uns am Kratergrund qualmt es aus den Fumarolen. Den Kraterrand noch einmal 50 Meter überragend reckt sich die höchste aber nicht besteigbare Spitze des Vulkans himmelwärts. Ausgelassen und wie Kängurus hüpfen wir beim Abstieg durch die tiefe Vulkanasche … (Gehzeit ca. 4 h, +1180, -1180 Hm). P. S.: Wem diese Tour zu anstrengend erscheint, der kann alternativ eine leichtere Wanderung in der Bordeira unternehmen.
7. Tag der Wandertour
„Adiós Caldeira!“, wandernd verlassen wir heute die bizarre Kraterlandschaft des Feuerberges und ihre liebenswerten Bewohner. Auf dem Kraterrand bei Monte Velha ein letzter, wehmütiger Blick zurück in das weite Halbrund der schwarzbraunen Caldeira. Statt Schwefelgeruch bieten uns Eukalypten bald eine kostenlose Aromatherapie. Schritt für Schritt gewöhnen sich unsere Augen wieder an die Grüntöne des Waldes, der Agaven, Kaffeeplantagen und tropischen Obsthaine sowie das weite Himmel- und Wasserblau. Unser Wanderziel: das Dorf Pai António im Nordosten des Eilands. Die Panoramafahrt zurück in die Inselhauptstadt São Filipe unterbrechen wir in Ponta da Salina für eine entspannende Badepause an einem vor der Brandung schützenden Felsenbecken. Vom Bus aus können wir meerseitig bald die Nachbarinsel Brava ausmachen. Übernachtung und gemeinsames Abendessen im beschaulichen São Filipe (Gehzeit ca. 4 h, -1300 Hm).
8. Tag der Wandertour
Wir verlassen Fogo und damit die „Inseln unter dem Wind“ und drehen flugs in den Nordostpassat mit Kurs auf die „Ilhas de Barlovento“, die „Inseln über dem Wind“. São Vicente und die Hafenstadt Mindelo dienen uns als attraktiver Zwischenstopp vor dem „Sprung“ nach Santo Antão, der Wanderinsel der Kapverden par excellence. Wir bleiben den Rest des Tages und eine Nacht im kulturellen Zentrum der Kapverden. Mindelo steht für Kreativität, besonders Musik, ist die Stadt doch die Heimat der legendären „Stimme der Kapverden“, der weltweit verehrten Sängerin Cesária Évora. Welcher Ort im Universum wäre mehr geeignet, sich ihre legendäre CD „Club Sodade“ als Souvenir zu kaufen? Das pulsierende Mindelo ist eine schöne Abwechslung nach dem ruhigen Leben auf Fogo. Nachdem wir bei einem geführten Stadtrundgang die Höhepunkte kennengelernt haben, können wir anschließend nach Lust und Laune das Stadtleben erkunden. Sei es auf der Uferpromenade, in der alten Markthalle, auf der Rua liberatores d’Africa oder im Café Royal, wo Cesária barfuß sang. Am Strand können wir unsere weißen Wanderfüße nachbräunen lassen. Bevor der Nightlife-Kalender eventuell das Geschehen bestimmt, bringen wir uns mit kapverdischen Gaumenfreuden und Livemusik beim Abendessen in beste Stimmung.
9. Tag der Wandertour
Mit der Fähre setzen wir über zum Wanderparadies Santo Antão. Selbst wer schon viel von der Welt gesehen hat, ist von dieser bizarr zerklüfteten Bergwelt mit abgrundtiefen Schluchten begeistert. Im starken Kontrast zu dieser schroffen Seite des Eilands stehen die satt grünen Ribeiras um Ponta do Sol, unserem malerisch am Meer gelegenen nächsten Standort. Mit einem echten Kapverden-Wanderklassiker wollen wir unsere Ankunft auf Insel der Superlative gleich würdig begehen: vom Covakrater hinab durch das famose Paúl-Tal bis ans Meer (s. Rother Wanderführer S. 26 ff.). Die spannende Anfahrt hat schon richtig unsere Wanderfreude geschürt. Die Szenerie, die sich uns oben bietet, ist königlich: Vor uns öffnet sich das subtropisch grüne Paúl-Tal, durchzogen von levadas, die das kostbare Nass zu den üppigen Anpflanzungen bringen. Ausreichende Feuchtigkeit und ein fruchtbare Lavaboden machen den erloschenen Vulkankrater zu einem ergiebigen Anbaugebiet für exotische Früchte, Gemüse und Kaffee. Seit Jahrhunderten von Mensch und Tier genutzte Pfade führen vorbei an Agaven, Feigen-, Papaya- und Avocadobäumen, kleinen Zuckerrohr-, Bananen- sowie Tabakpflanzungen hinunter an die Küste nach Paúl. (Gehzeit ca. 4 h, +1270 oder -1270 Hm).
10. Tag der Wandertour
Eine gediegene Tour, bei der nicht nur wir, sondern auch unsere Blicke von einer Naturschönheit zur anderen wandern, ist der Abstieg durch das Feigental von Corda nach Coculi. „Die schönen Talblicke machen die Wanderung zum Genuss“, schwärmt der Rother Wanderführer (s. Rother Wanderführer S. 46 ff.). Auf uralten, romantischen Pflasterwegen steigen wir abwärts, vorbei an unzähligen von Steinmauern gefassten Terrassenfeldern, bestanden mit der ganzen pflanzlichen Pracht, die auf der Insel üppig gedeiht. Im schönen Kontrast dazu das rotbraune Vulkangestein der schroffen Felswände und Bergspitzen. Zum Abendessen – je nach Wetterlage auf der herrlichen Terrasse unserer Unterkunft in Ponta do Sol – serviert man uns einheimische Küche und in unsere munteren Gespräche mischt sich anregend das Meeresrauschen (Gehzeit ca. 2 h, -830 Hm).
11. Tag der Wandertour
Der Rother Wanderführer titelt: “Spektakuläre Wanderung entlang der Steilküste (s. Rother Wanderführer S. 43 ff.).“ Dann wohlan! Mit den Badesachen im Rucksack ziehen wir dem ersten Highlight der Wanderung entgegen: Spektakulär auf einer Felsrippe am Zusammenlauf zweier Täler thront das berühmte Dorf Fontainhas. Nach viele Kurven und Kehren, im ständigen Auf und Ab und mit wechselnden Perspektiven auf Meer, Steilküste, Riffs, Talkessel und Buchten erreichen wir schließlich unseren idealen Picknickplatz auf einem aussichtreichen Plateau. „Tut santa?“, erkundigt sich in bestem Creolo fürsorglich unser einheimischer Wanderführer. Ja, alle wohlauf, uns geht’s bestens! Später runden wir diese wunderbare Wanderung noch mit einem erfrischenden Bad an einem leicht zugänglichen Strand ab. Rückfahrt von Chã da Igreja nach Ponta do Sol, Abendessen und Übernachtung (Gehzeit ca. 4 h, +195, -210 Hm).
12. Tag der Wandertour
Von der Fähre, auf der wir zurück nach São Vicente schippern, blicken wir noch einmal zurück auf das Wanderparadies Santo Antão. Am Fähranleger holt uns ein Bus ab und bringt uns in die 10 km entfernte Erholungsoase des Hotels Foya Branca. Die weiträumige und komfortabel ausgestattete Hotellandschaft sowie einer der schönsten Strände der ganzen Insel vor der Haustür bieten alles für zwei Tage der vollen Entspannung. Wem es nach Aktivitäten dürstet, der kann das große Freizeitangebot des Hotels nutzen, auf eigene Faust die Gegend erkunden oder mit dem Shuttlebus des Hotels noch einmal nach Mindelo fahren.
13. Tag der Wandertour
Ein Tag zur freien Verfügung zum Relaxen in der Hotelanlage und am schönen Inselstrand oder Unternehmungen in eigener Regie.
14. Tag der Wandertour
Am Mittag interinsularer Flug von São Vicente nach Sal. Abends gemeinsames Abschiedsessen, bei dem wir das kapverdische Wanderparadies noch einmal hochleben lasen. Am späten Abend Rückflug nach München.
15. Tag der Wandertour
Ankunft in München.
Zusätzliche Informationen zur Tour
Min. Teilnehmerzahl: 8
Max. Teilnehmerzahl: 16
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