Einleitung
Die Essenz des alten Pilgerweges nach Santiago de Compostela
Die 9 wichtigsten und reizvollsten Wanderetappen
Unvergessliche Begegnungen mit Pilgern, Land und Leuten
Die Essenz des alten Pilgerweges zum Grabe des Apostels Jakobus auf 10 erlesenen Etappen, empfohlen von Jakobsweg-Expertin Cordula Rabe im bewährten Wanderführer aus dem Traditionsverlag Rother. Wir erleben die wichtigsten Monumente und reizvollsten Landschaften auf Europas Kulturweg Nummer 1! Darüber bei Paolo Coelho oder gar Hape Kerkeling zu lesen ist eine Sache, den Jakobsweg persönlich zu erleben eine viel größere…
In einer Kombination aus Busfahrten und Wanderabschnitten legen wir die fast 800 überaus abwechslungsreichen Kilometer von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela in 13 Tagen zurück. Nur mit dem Tagesrucksack als Gepäck bewältigen wir die ausgewählten überwiegend leicht zu wandernden Etappen mit im Durchschnitt 4 Stunden Gehzeit ohne Probleme. Unterwegs kehren wir entweder in urige Pilgergasthäuser ein oder machen Picknick an beschaulichen Plätzen am Wegesrand. Ein reichhaltiges Kulturprogramm und persönliche Begegnungen mit Einheimischen sowie der Austausch mit anderen Pilgern runden diese Reise ab.
Neben den geschichts- und kulturträchtigen größeren Städten im Norden Spaniens wie Pamplona, Burgos, León, Astorga und natürlich Santiago de Compostela kommen wir durch viele kleine, aber ebenso bedeutende, oft mittelalterlich anmutende Pilgerorte. Unser Reiseleiter und Jakobswegspezialist sowie lokale Führer führen uns kenntnisreich in die vielen Aspekte und Legenden der Jakobusgeschichte ein.
Folgen wir den gelben Pfeilen! Große Erfahrungen und bewegende Momente auf dem Sternenweg nach Santiago de Compostela in Nordspanien liegen vor uns. Buen Camino!
1.Tag der Wanderreise
Flug von Deutschland nach Pamplona. Bustransfer in das Pyrenäendorf Orreaga-Roncesvalles, einer der berühmtesten und sagenhaftesten Pilgerstationen des Jakobswegs.
Nach dem Einchecken machen wir einen kleinen Rundgang durch den Weiler, bevor wir am Abend unsere erste gemeinsame Pilgermahlzeit einnehmen.
2.Tag der Wanderreise
Etappe Roncesvalles – Pamplona mit Wanderstrecke Roncesvalles – Linzoáin (s. Rother Wanderführer S. 54 ff.). Bevor wir die Rucksäcke schultern und unsere erste Pilgerstrecke angehen, holen wir uns den Segen „Unserer Jungfrau von Roncesvalles“ in der Stiftskirche und besichtigen Teile der Klosteranlage. Außerdem lassen wir uns im örtlichen Pilgerbüro unseren Pilgerpass ausstellen. „Buen Camino“ lautet ab jetzt der aufmunternde Pilgergruß allerorten. Dichte Wälder, Weiden und malerische baskische Berddörfer säumen den Pilgerweg hinab ins südliche Pyrenäenvorland. Wir beginnen unserer heutige Etappe beim Rolandsdenkmal auf dem Ibañeta-Pass und hören dort vom karolingischen Heldesepos des Ritters Roldán (Gehzeit ca. 4 h, +50, -200 Hm).
In Pamplona, der Hauptstadt Navarras, runden wir den ersten kleinen Stadtbummel mit einem Drink in Ernest Hemingways Stammkneipe, dem legendären Café Iruña, ab.
3.Tag der Wanderreise
Etappe Pamplona – Logroño mit Wanderstrecke Zariquiegui – Puente la Reina (s. Rother Wanderführer S. 64 ff.). Auf unserem Pamplona-Rundgang erfahren wir an Originalschauplätzen das Kurioseste über die waghalsige Stierhatz während der San Fermines Patronatsfeiern, die mit der literarischen Schützenhilfe Hemingways Weltruhm erlangt haben. Nach kurzer Anfahrt pilgern wir hinauf zum Alto de Perdón, der Gnadenhöhe, von wo wir mit weitem Blick ins weite Land schon unser Tagesziel Puente la Reina ausmachen können (Gehzeit ca. 4 h, +230, -390 Hm). Weiterfahrt über Estella und das Kloster Irache (das mit der famosen Weinquelle) nach Logroño.
4.Tag der Wanderreise
Etappe Logroño- Burgos mit Wanderstrecke Nájera – Ciruenã (s. Rother Wanderführer S. 83 ff.). Nachdem wir am Vorabend in der Hauptstadt der bekanntesten Weinbauregion Spaniens einen erstklassigen Rioja-Wein verköstigt haben, gönnen wir uns in der alten baskisch-navarrischen Residenzstadt Nájera einen Kulturgenuss: das Kloster Santa María La Real, Stätte eines Marienwunders. Durch die Weinberge ziehen wir auf dem Jakobsweg nach Santo Domingo de la Calzada, wo der Heilige Jakobus mit dem Hühnerwunder für eine der schönsten Jakobsweglegenden gesorgt hat (Gehzeit ca. 4 h, +50, -270 Hm). Busfahrt nach Burgos, dort geführte Stadtbesichtigung mit der in jeder Hinsicht herausragenden Kathedrale (Weltkulturerbe!).
5.Tag der Wanderreise
Etappe Burgos - Sahagún mit Wanderstrecke Hontanas – San Nicolás de Puente Fitero (s. Rother Wanderführer S. 103 ff). Kastilische Hochebene pur, Jakobsweg pur – dünnbesiedelte Hügellandschaft mit eingesprenkelten Ortschaften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Durch die grenzenlosen Weiten der Getreidefelder führt uns der Pilgerweg von Hontanas über das Konvent San Antón in die oasenhafte Flussaue des Río Pisuergas. In Fromista besichtigen wir ein Juwel der nordspanischen Romanik, die Kirche San Martín. Weiterfahrt nach Sahagún und Übernachtung. Gehzeit ca. 4 h, +114, -314 Hm
6.Tag der Wanderreise
Etappe Sahagún - León mit Wanderstrecke Sahagún - Calzadilla de los Hermanillos (s. Rother Wanderführer S. 117 ff.). Vom einstigen kulturellem Glanz Sahagúns zeugt noch die Backstein-Romanik mit arabisierenden Elementen der Mudejarkirchen im Ort. Der heutige Wanderabschnitt ist ein Weg nach innen. Gen León pilgern wir in einer fast menschenleeren, savannenartigen Landschaft. Ein Traum in Glas erwartet uns in León, wenn wir als Höhepunkt der Stadtbesichtigung die schönste gotische Kathedrale Spaniens besichtigen (Gehzeit ca. 4 h, geringe Höhenunterschiede).
7.Tag der Wanderreise
Etappe León - Astorga mit Wanderstrecke Puente bzw. Hospital de Órbigo - Astorga (s. Rother Wanderführer S. 130 ff.). Wie die römischen Legionen, napoleonischen Heere und Millionen von Pilgern vor uns queren wir den Río Órbigo auf der berühmten zwanzigbogigen Natursteinbrücke. Hier in den Auen des Flusses sollen zur Hochzeit der mittelaterlichen Pilgerbewegung viele Lanzen bei Turnieren gebrochen worden sein. Stille Bauerndörfer, hochgeschossene Pappelhaine und niedere Steineichenwälder säumen unseren Weg nach Astorga. Vom Wegekreuz oben auf der Höhe können wir schon die Türme der Kathedrale ausmachen. In der alten Römerstadt Asturica Augusta erfreuen wir uns an der Kreativität Antoní Gaudís, dessen fantasievoller „Erzbischöflicher Palast“ heute als Pilgermuseum dient (Gehzeit ca. 4 h, +60, -30 Hm).
8.Tag der Wanderreise
Etappe Astorga - Villafranca del Bierzo mit Wanderstrecke Rabanal del Camino – El Acebo (s. Rother Wanderführer S. 138 ff.). Die Anfahrt zu unserer heutigen Bergstrecke über die Montes de León unterbrechen wir im Vorzeigedorf Castrillo de los Polvazares, einem Schmuckstück der hier populären Natursteinarchitektur. Auf halber Höhe zum Pass beginnen wir mit dem Anstieg zur beliebten Pilgerstation des Cruz de Ferro. Hier legen wir - nach wohl altem heidnischen Brauch - auf dem Merkurshaufen mit unseren Steinen auch eine Seelenlast ab. In Manjarin glauben wir Paolo Coelho zu treffen, aber es ist Tomás, ein Verehrer des Schriftstellers und des Tempelrittertums, der hier eine skurille Pilgerherberge betreut. Erhaben der Blick auf die sich ankündigenden Höhenzüge Galiciens und das riesige Hochtal des Bierzos (Gehzeit ca. 4 h, +370, -387 Hm).
9.Tag der Wanderreise
Etappe Villafranca del Bierzo - Portomarín mit Wanderstrecke Sixto (A Pena) – Portomarín (s. Rother Wanderführer S. 162 ff.). Villafranca ist eine schmucke und seit jeher sehr bedeutende Pilgerstation, wo früher, wer nicht mehr weiter konnte, schon vor dem Pilgerziel Santiago Ablass gewährt bekam. Den folgenden “höllischen” Aufstieg auf den Pass ersparen wir uns und fahren nach O’Cebreiro. Typische keltiberische Rundhütten aus Stein und Ried bilden den kleinen Weiler, vor langer Zeit Stätte eines Hostienwunders. Über das Kloster Samos fahren wir zum Beginn der Wanderstrecke und genießen dann zu Fuß weiter einen der schönsten Abschnitte des Jakobsweges. Nur noch 100 km bis Santiago zeigt bei Brea der am meisten herbeigewünschte Kilometerstein des Jakobswegs an (Gehzeit ca. 4 h, +140, -240 Hm).
10.Tag der Wanderreise
Etappe Portomarín - Arzúa mit Wanderstrecke Vilar de Donas - Lestedo – O Coto (s. Rother Wanderführer S. 165 ff.). Wir verlassen Portomarin und den Miño-Fluß und treffen in Villar de Donas einen liebenswerten Herrn namens Jesús, der uns eine kleine aber schöne romanische Kirche aufschließt, die innen mit gotischen Fresken und Sarkophagen der Santiagoritter überrascht. Ein beschaulicher Pilgerabschnitt endet in der Bar „Die zwei Deutschen“ (ehemalige Gastarbeiter), wo wir uns eine Erfrischung gönnen (Gehzeit ca. 4 h, +60, -100 Hm). Danach Transfer nach Arzúa, geselliges Abendessen und Übernachtung.
11.Tag der Wanderreise
Etappe Arzúa – Santiago de Compostela mit Wanderstrecke Amenal – Santiago de Compostela (s. Rother Wanderführer S. 170 ff.). Der letzte Abschnitt! Selbst müde Pilger bekommen so kurz vor dem Ziel noch einmal einen Motivationsschub. Auf dem “Berg der Freude”, nach abwechslungsreichem Auf und Ab durch galicische Hügellandschaft mit duftenden Eukalyptuswäldern, freuen wir uns mit den anderen Pilgern, dass wir die Apostelstadt greifbar nahe haben. Noch 4 Kilometer und wir sind angekommen! (Gehzeit ca. 4 h, +70, -110 Hm)
12.Tag der Wanderreise
Rührende Momente auf dem Vorplatz und in der Kathedrale, wenn Pilger aus aller Welt ihr Ziel erreicht haben! Unser Stadtführer vertieft unsere Kenntnisse der Jakobusgeschichte, führt uns kenntnisreich die wichtigsten Monumente der Stadt vor und gibt uns dazu noch Einblicke in die galicische Lebensart. Nach der Mittagsmesse – mit etwas Glück sehen wir auch das Schwenken des riesigen Räucherfasses – empfiehlt es sich einmal die lokalen Spezalitäten zu probieren. Am Abend lassen wir unsere erlebnisreiche Pilgerreise beim Abschiedsessen ausklingen.
13.Tag der Wanderreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug von Santiago de Compostela nach Deutschland.
Zusätzliche Informationen zur Tour
Min. Teilnehmerzahl: 11
Max. Teilnehmerzahl: 22
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