Einleitung
Unsere Kunden haben mit den Füßen abgestimmt: Beliebteste Reise 2006 – Wandern auf den Kapverdischen Inseln! Und was aus Erfahrung sehr geschätzt wird, darf man ruhig – auch in eigener Sache - weiter empfehlen! Wir haben uns aber nicht auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern noch etwas an der Reise gefeilt. Denn Gutes kann ja immer noch einen Tick besser werden!
Cabo Verde ist schön, zum Verlieben schön! So schreibt die Autorin des Reisehandbuchs Kapverdische Inseln Christina Gottschall: „Als ich mich in die Kapverden verliebte, war es kein Strohfeuer, sondern eine richtige Liebesgeschichte.“ Ein aus dem Erdinneren weit vor die Küste Afrikas aufgetauchter Archipel, eine wundersame Inselwelt mit prächtigen Vulkanen, Geröllwüsten, tropischem Grün, endlosen Sandstränden, mildem Klima und Passatwinden.
Das bisher kaum bekannte Wanderparadies im weiten Ozean wird nach und nach erschlossen. Markierte Wanderwege sind rar aber nicht so wichtig, wir haben ja unsere erfahrenen Guides, die uns in ihren Rother Wanderführern gern die Strecken zeigen. So können wir uns ganz auf die herrliche Szenerie der unberührten und ursprünglichen Inselgruppe sowie ihre einnehmenden Bewohner konzentrieren.
Als wandernde Inselhüpfer lernen wir die vier bedeutendsten Inseln mit ihrem jeweils eigenen Charakter kennen: Santiago, die „Afrikanische“; São Vicente, die „Kulturreiche“; Santo Antão, die „Atemberaubende“ und Sal, die „Dreifarbige“.
Wir übernachten während der Rundreise in einer Berg-Lodge sowie in traditionellen Hotels und Pensionen und werden mit kapverdischer Küche und Lunchpaketen an den Wandertagen verwöhnt.
1. Tag der Wanderreise
Linienflug von München über die Insel Sal nach Praia auf Santiago. Abholung am Flughafen und Transfer zu unserem Hotel in der Hauptstadt der Republik Kap Verde. Je nach Ankunftszeit bleibt Raum, sich kennen zu lernen und an die veränderten Lebensumstände zu gewöhnen. Am besten bei einem kleinen Bummel durch die neue exotische Welt. Bei Bedarf führt uns unser Reiseleiter gleich zu lukullischen Genüssen: zum Auftakt ein bife d’atum gefällig, fangfrischer Thunfisch?
2. Tag der Wanderreise
Thronend auf einem Basaltplateau erhebt sich die Hauptstadt Praia über das Meer. Auf unserem Stadtrundgang wird die Geschichte der Kapverden für uns in den Gesichtern der Kapverdier, ihrer Sprache und den verbliebenen Kolonialbauten der Stadt anschaulich. Ein vegetationsreiches Tal mit Affenbrotbäumen und Eisvögeln, unweit von Praia, lädt ein zu einer Kurzwanderung hinunter nach Cidade Velha Die alte Stadt war früher ein florierender Umschlagplatz für afrikanische Sklaven. Ortsbezeichnungen wie „Sklavenbucht“ oder ein Pranger erinnern an diese unrühmliche Zeit, wie wir vom lokalen Führer erfahren. Die Entdecker der neuen Welt, auch Kolumbus, setzten hier zur großen Fahrt ins Ungewisse an. Ein weiterer Grund, warum Cidade Velha zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Weiterfahrt hoch in die Berge nach Rui Vaz. In der familiären Mountain-Lodge werden wir mit fantastischer Rundumsicht und sehr guter traditioneller Küche verwöhnt (Gehzeit ca. 2,5 h, -250 Hm).
3. Tag der Wanderreise
Der Rundweg unter der imposanten Ostwand des Pico do António vorbei, dem höchsten Berg der Insel (1394 m) und eine ihrer Hauptattraktionen, gehört mit zu den beliebtesten Wandertouren auf Santiago. So heißt es im Rother Wanderführer: “… landwirtschaftlich genutzte Täler, kleine Dörfer und beeindruckende Ausblicke machen diese Wanderung zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.“ Felsformationen, die Orgelpfeifen ähneln, haben São Jorge dos Orgãos zu seinem Beinamen verholfen. Hier machen wir einen kleinen Abstecher zum botanischen Garten und sehen dort auch Pflanzenarten, die am Wegesrand selten geworden sind. Durch Terrassenfelder und Dörfer, vorbei an Wasserstellen und Agavenreihen kehren wir zurück in die Lodge. Bis zum Abendessen bleibt eine Mußestunde (Gehzeit ca.4 h +530, -460 Hm).
4. Tag der Wanderreise
Im Nordwesten der von Vulkankegeln bestückten Insel schnüren wir heute die Wanderstiefel, um einige Kilometer auf einem kapverdischen Wanderwegklassiker zurückzulegen. Wir starten in den bizarr erodierten Formationen der Serra Malagueta. In dieser Savannenlandschaft wähnen wir uns fast in Afrika, doch Großwild oder Raubkatzen werden wir nicht zu Gesicht bekommen. Eher begegnen wir auf unserem Weg einem Schäfer, der mit seiner Herde, idyllisch durch die trockenen Grasfluren zieht. Nach einem sanften Abstieg haben wir bei Ribeira da Prata die Küste erreicht. Hier in dem kleinen Fischerdorf ist das Leben noch von einer gut erträglichen Langsamkeit geprägt. Kommen wir zur rechten Zeit, können wir von der Terrasse der Strandbar in Tarrafal bei Kaffee oder einem „Sagres“ (Biermarke) den Fischern am Strand mit seinen hübschen Palmen zuschauen (Gehzeit ca. 4 h, +230, -650 Hm).
5. Tag der Wanderreise
Reges kapverdisches Leben erwartet uns in Assomada, besonders wenn „afrikanischer“ Markttag ist. Den wollen wir uns nicht entgehen lassen. Hier im Ort wurde der Volksheld von Cabo Verde, Amílcar Cabral, geboren. Dort, wo die Wiege der legendären Symbolfigur des kapverdischen Befreiungskampfs gegen die Portugiesen stand, erahnen wir, wie Kolonialherrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung bis heute die Mentalität der Kapverdier geprägt haben. Zu einer Größe ganz anderer Art, einem prächtigen Exemplar eines Kapoks, wandern wir anschließend. Wir stehen wahrscheinlich vor dem ältesten und gößten Baum Cabo Verdes. Als Gruppe haben wir Mühe, die Leibesfülle des Poilóns von 12 Metern zu umspannen (Gehzeit ca. 2,5 h, +140, -160 Hm).
6. Tag der Wanderreise
Entspannung pur! Ausschlafen und später relaxen, baden, Leute schauen und einkehren an der schönen Praia Baixo an der Südostküste, ein Strand der fast ausschließlich von Einheimischen besucht wird. Nach einer Woche Cabo Verde haben wir auch schon die ersten Brocken creolo gelernt, die Sprache der Einheimischen. „Tut cool?“ Wir freuen uns schon auf den morgigen „Hüpfer“ hinüber zur Insel São Vicente und lassen den Abend in den Bergen mit sehnsüchtiger Morna-Musik und optional einem grogue aus Zuckerrohr ausklingen.
7. Tag der Wanderreise
Flug von Santiago nach São Vicente. Wir bleiben einen Tag und eine Nacht in Mindelo, einer ehemals bedeutenden Hafenstadt und heute das kulturelle Zentrum der Kapverden. Mindelo steht für Kreativität, besonders Musik, ist die Stadt doch die Heimat der legendären „Stimme der Kapverden“, der weltweit verehrten Sängerin Cesária Évora. Welcher Ort im Universum wäre mehr geeignet, sich ihre legendäre CD „Club Sodade“ als Souvenir zu kaufen?
Der Besuch bei einem Gitarrenbauer lehrt uns den Unterschied zwischen einer portugiesischen und spanischen Gitarre. Ein mehr primitives Rhythmusinstrument spielt eine wesentliche Rolle bei der vorabendlichen Capoeira-Aufführung: der berimbau. Die brasilianische Kampfsportart der Capoeira hat afrikanische Wurzeln, nämlich im Widerstand der nach Amerika verschleppten Sklaven gegen ihre Unterdrücker. Wer Lust hat, ist zum Mitmachen herzlich eingeladen!
8. Tag der Wanderreise
Fährüberfahrt auf die Wanderinsel der Kapverden schlechthin, Santo Antão, auch die „Atemberaubende“ genannt. Selbst wer schon viel von der Welt gesehen hat, ist von dieser bizarr zerklüfteten Bergwelt mit abgrundtiefen Schluchten begeistert. Im starken Kontrast zu dieser schroffen Seite des Eilands stehen die satt grünen Ribeiras um Ponta do Sol, unserem malerisch am Meer gelegenen nächsten Standort. Beim Wandern im tropisch anmutenden Seitental bei Caibros staunen wir, was der vulkanische Boden alles hergibt: Auf terrassierten Feldern gedeihen Mais, Zuckerrohr, Kaffee und Bananen genauso wie Mangos, Papayas und Datteln (Gehzeit ca. 4 h, +350, -350 Hm).
9. Tag der Wanderreise
Nach einer imposanten Busfahrt durch das Tal der Ribeira Grande erreichen wir den Küstenort Cruzinha. Von hier aus wandern wir heute auf gut angelegten Fußwegen sicher entlang der Nordküste zurück nach Ponta do Sol. Ohne Zweifel eine der schönsten Wanderungen auf den Kapverden! – wie auch der Rother Wanderführer hervorhebt. Kleine Weiler, keck auf einem Felssporn über dem Meer gelegen, oder bunte Häuser, wagemutig in Schwindel erregenden Höhen auf kleine Felsvorsprünge gebaut, lassen erstaunen. Ein Bad an einem winzigen Strand erfrischt (Gehzeit ca. 4 h, +400, -400 Hm).
10. Tag der Wanderreise
Am Ausgang der gleichnamigen grünen Schlucht liegt der Küstenort Ribeira Grande, das kleine, etwas verschlafene Zentrum der Insel Santo Antão. Hier findet sich aber sogar ein Internet-Café für eine schnelle E-mail und uma bica, wie man hier den Espresso nennt.
Weiter geht’s ins 10 Minuten entfernte Lomba Branco (330 m), wo wir zu einer uns noch weiter über den Meeresspiegel erhebenden Wanderung aufbrechen.
Wenige ausländische Staatsangehörige haben sich hier auch schon niedergelassen, angelockt vom milden Klima und beeindruckenden sea- and mountain views. Die Einheimischen begegnen uns auf den Plantagen offen, freundlich aber verständnislos: Nur ein doit (jemand, der meschugge ist) geht freiwillig zu Fuß, jetzt wo es doch Autos gibt… (Gehzeit ca. 4 h, +500, -500 Hm)
11. Tag der Wanderreise
Großes Finale unserer offiziellen Wanderaktivitäten auf den Kapverden! Als Krönung haben wir uns einen weiteren Kapverden-Klassiker aufgehoben: Wir wandern durch das beeindruckende Ribeira do Paúl-Tal in Richtung Küste (je nach Wetterlage evtl. in umgekehrter Richtung). Die pittoreske Anfahrt hat uns schon richtig in Wanderlaune gebracht. Der Anblick, der sich uns dort bietet, ist allein die Reise wert: Vor uns öffnet sich das subtropisch grüne Paúl-Tal, durchzogen von levadas, die das kostbare Nass zu den üppigen Anpflanzungen bringen. Seit Jahrhunderten von Mensch und Tier genutzte Wege führen von Passagem hinunter an das Meer nach Paúl. Unterwegs sahen wir viel Zuckerrohr angepflanzt und halten es für eine echte Schnapsidee, eine Grogue-Destillerie zu besichtigen (Gehzeit ca. 4 h, +500 oder -500 Hm).
12. Tag der Wanderreise
Beim nachdenklichen Blick zurück auf Santo Antão während der Überfahrt retour nach São Vicente empfinden wir schon - wie echte Kapverdier - so etwas wie sodade, die ewige Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Doch das pulsierende Mindelo bringt uns schnell wieder auf andere Gedanken. Bis zum Wecken können wir die bereits gewonnenen Eindrücke der „Sehenswerten“ vertiefen. Sei es im Café Royal, wo Cesária barfuss sang, oder am Strand, wo wir unsere weißen Wanderfüße nachbräunen lassen können. Bevor der Nightlife-Kalender eventuell das Geschehen bestimmt, bringen wir uns mit kapverdischen Gaumenfreuden und Livemusik beim Abendessen in Stimmung.
13. und 14. Tag der Wanderreise
Per Flugzeug setzen wir über nach Sal, wo wir bis zum Ende der Reise noch viel Zeit haben, das Surferparadies und die sonnenreichste Insel im Nordosten des Archipels zu erkunden und zu genießen. Die flache Insel ist wie eine Trikolore aus blauem Himmel und Meer, weißen Stränden und goldenem Sonnenlicht!
In Santa María finden wir alle Annehmlichkeiten für ein gelungenes Finale vor. Eine komfortable Hotelanlage und traumhafte Strände, eine kuriose Mischung aus kapverdischer Gelassenheit und Wellenreiterdynamik, sogar eine „Einkaufmeile“ und ein reichhaltiges Angebot an Aktivitäten: Surfen in allen Variationen, Tauchen, Schwimmen, Tanzen… Im besten Restaurant von Santa María sagen wir dann beim letzten Abendessen – nicht unbedingt für immer - „Adiós!“
15. Tag der Wanderreise
Gegen Null Uhr (14. auf 15. Tag) starten wir zum Rückflug von Sal nach München, wo wir am Morgen ankommen.
Zusätzliche Informationen zur Tour
Min. Teilnehmerzahl: 8
Max. Teilnehmerzahl: 16
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