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Outdoor-Nachrichten: Westerwaldsteig Eröffnung in Herborn |
Fest in Herborn am 25. Mai 2008
Auch Hessen feiert den Westerwaldsteig
Herborn (mig/s). Der Westerwälder Schlachtruf „Hui Wäller – Allemol“ schallte am Sonntagnachmittag gleich mehrmals über den Herborner Marktplatz. Denn nach der großen Eröffnung des Westerwaldsteiges am Samstagvormittag auf der rheinland-pfälzischen Fuchskaute wurde der Qualitätswanderweg gleich nochmals auf hessischer Seite eröffnet.
In einem großen Sternmarsch waren aus den benachbarten hessischen Kommunen morgens Wanderer auf dem Westerwaldsteig gestartet, um am frühen Nachmittag in der Bärenstadt zusammen zu feiern. Beispielsweise aus Driedorf kam Bürgermeister Wolfgang Kühn, der gar nicht mehr aus dem Schwärmen herauskam. Der Weg von der Fuchskaute über Waldaubach und Heisterberg sei „einfach wunderschön“, so das Driedorfer Gemeindeoberhaupt und seine Frau Brigitte lobte die perfekte Ausschilderung, denn auch Ortsunkundige könnten sich so nicht verlaufen.
Noch ist die Großgemeinde Greifenstein kein Anrainer des Steigs. Allerdings haben die Greifensteiner ein ganz besonderes Privileg, denn das Denkmal des Westerwälder Heimatdichters Adolf Weiß steht am Knoten auf ihrer Gemarkung. Greifensteins Bürgermeister Martin Kröckel, der sich auf Schusters Rappen mit vielen Mitbürgern auch auf den Weg nach Herborn gemacht hatte, hat am Sonntag schon eine mögliche Variante zur Anbindung abgelaufen.
Denn Wanderwege wie Rothaarsteig oder jetzt der Westerwaldsteig haben noch zusätzliche Schleifen. Eine davon könnte künftig auch über Greifensteiner Gebiet laufen. Sie würde dann ebenfalls in Herborn beginnen, über Merkenbach und Fleisbach nach Greifenstein, zur Krombachtalsperre und dann zur Fuchskaute führen. Eine Möglichkeit, mit der für Martin Kröckel auch Greifenstein am Wirtschaftsfaktor Wandertourismus profitieren könnte. Bereits im Juni wird sich der zuständige Ausschuss darüber unterhalten.
Auch der Herborner Stadtverordnete Ansgar Roth, der in Vertretung des Bürgermeisters die Gäste begrüßte, erwartet vom Westerwaldsteig einen touristischen Aufschwung. Schließlich sei der Westerwald „eine der schönsten und abwechslungsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands“. Für den Ausgangspunkt Herborn wünschte sich der Kommunalpolitiker, dass sich viele Gäste die Stadt anschauen und auch verweilen und beispielsweise den Vogelpark in Uckersdorf besuchen sollten.
Da das „Hui Wäller“ des Herborners noch ein wenig zaghaft gewesen war, übernahm Landrat Wolfgang Schuster und ließ den Wäller Erkennungsruf dann wesentlich kräftiger erschallen. Die Frage, warum man einen Wanderweg initiiere, beantwortete Schuster mit dem Hinweis auf den Rothaarsteig. Laut einer Untersuchung seien 2006 1,5 Millionen Menschen zwischen Brilon und Dillenburg unterwegsgewesen, 300.000 davon waren Übernachtungsgäste. Die Statistiker hatten auch die finanzielle Seite ermittelt: 33 Millionen hätten all diese Wanderer in der jeweiligen Region gelassen.
Nach der Westerwaldschleife
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