Pressemeldung 9
Abschluss Digitale Wegeverwaltung
Kassel, 28.02.2011
Erfolgreicher Projektabschluss: Für die ersten Wandervereine beginnt im März 2011 das digitale Zeitalter der Wanderwegeverwaltung
Wanderwege in Deutschland werden zukünftig vermehrt im Internet und nicht mehr auf Papierkarten verwaltet. Drei Wandervereine, der Eggegebirgsverein, der Wanderverband Norddeutschland und der Schwäbische Albverein, haben auf einer Tagung am 26. Februar 2011 mit dem Deutschen Wanderverband (DWV) vereinbart, ihre Wanderwege von nun an mit Hilfe eines neu entwickelten Online-Programms zu analysieren und zu verwalten. 25 weitere Vereine zeigten auf der Tagung großes Interesse daran, die neue Software zu nutzen. Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, sagt: „Damit haben wir unser Projekt ‚Digitale Wanderwegeverwaltung‘ erfolgreich abgeschlossen. Nun beginnt die Umsetzung unseres zukunftsweisenden, bundesweit einheitlichen Systems zur Erfassung und Verwaltung von Wanderwegen.“ Die kostenpflichtige Software steht ab sofort für registrierte Nutzer über das Internet zur Verfügung.
„Wir sehen in der digitalen Wanderwegeverwaltung einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftssicherung unserer Wegedaten“, sagte Helmut Bangert, Vorsitzender des Eggegebirgsvereins, nachdem er als erster Vereinsvorstand gemeinsam mit Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die Nutzungsvereinbarung unterschrieben hatte. Die Wegeexperten der deutschen Gebirgs- und Wandervereine nutzen heute meist noch gedruckte Karten, um darauf die Informationen zu den von ihnen betreuten 200.000 Kilometern Wanderwege einzuzeichnen. Ändern sich beispielsweise Wegeverläufe, werden sie auf einer neuen Karte eingetragen. Zukünftig, so will es der Deutsche Wanderverband, sollen die deutschen Wanderwege in einem einheitlichen System online verwaltet werden. Damit können unter anderem Wegeverläufe gezeichnet, Streckenlängen berechnet, Höhenprofile erstellt, Wegweiser-Standorte kartiert und alle Daten zu den Wegen verwaltet werden. Dieses System ist vom DWV im Rahmen eines Projektes zur Praxisreife entwickelt worden. „Digitale Wanderwegeverwaltung als Beitrag zum ehrenamtlichen Naturschutz“ startete im Februar 2009 und wurde am 28. Februar 2011 abgeschlossen.
Das Projekt wurde vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Es wurde von einem interdisziplinären Beirat betreut, in dem unter anderem vertreten waren: Wandervereine, der Deutsche Alpenverein, die Landesvermessung, der Verband Deutscher Naturparke (VDN) sowie Europarc, die Dachorganisation der Nationalen Naturlandschaften. Mit dem Projekt wurden drei wesentliche Ziele verfolgt: 1. die Entwicklung der Wegeverwaltungs-Software, 2. die Schulung der ehrenamtlichen Wegebetreuer und 3. die Verbindung der Planung und Pflege von Wanderwegen mit den Interessen des Naturschutzes.
1. Die Wegeverwaltungs-Software
Die Online-Wegeverwaltung ist praxise
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