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Themenwanderwege im Eisacktal
Naturerlebnisweg auf der Zanser Alm
Ein Naturerlebnis zu jeder Jahreszeit - das bietet der Erlebnispfad Zans im Talschluss von Villnöss. Auf außergewöhnliche Weise können dabei auch Rollstuhlfahrer, blinde und sehschwache Menschen die Natur in ihrem Facettenreichtum erleben.
Das Landesamt für Naturparke und der Landesbetrieb für Forst- und Domänenverwaltung haben gemeinsam einen Wanderweg verwirklicht, der vor allem für Familien mit Kleinkindern und für Menschen mit Behinderung geeignet ist. Ausgehend von der Informationsstelle Zans kann man auf einem Rundweg von 3 km sein Naturwissen auf die Probe stellen und viele interessante Details über die Tiere, Pflanzen und Ökosysteme des Naturparks Puez-Geisler erfahren. Mit einer Neigung von maximal acht Prozent ist die gesamte Länge auch mit einem speziellen Verschleißbelag versehen und somit problemlos mit einem Rollstuhl befahrbar. Teilweise ist der Weg auch mit Braille-Schrift ausgestattet.
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Interaktive Erlebnisstationen
Entlang des Erlebnispfades finden sich verschiedenste Spiel- und Versuchsstationen für Jung und Alt. An insgesamt 14 interaktiven Stationen kann der Besucher den Geheimnissen der Natur auf die Spur kommen und die Wunderwelt des Naturparks mit allen Sinnen neu begreifen. Die einzelnen Stationen sind mit viel umweltpädagogischem Geschick entwickelt worden und können alle einfach mit dem Rollstuhl erreicht werden. Aktivierende Methoden, wie etwa Beobachtungsaufgaben sollen das Interesse an weiteren Informationen schärfen. Auf spielerische und einfache Art wird der Besucher an die Themen Natur und Kultur des Gebietes herangeführt. „Die Dinge, die wir wissen, sind nicht die Dinge die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren und empfunden haben“. Dieses Zitat von Calvin M. Woodward wurde hier in die Tat umgesetzt.
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Natur spielerisch erleben
Die thematische Ausrichtung des Pfades ist den entsprechenden Gegebenheiten vor Ort angepasst. Informationstafeln mit allerlei Wissenswertem über Tiere und Pflanzen begleiten den Besucher auf der Erlebniswanderung. Sie geben auch Aufschluss darüber, wie der Mensch zum Entstehen der Landschaft im Talschluss von Villnöss beigetragen hat. Wandern auf dem Erlebnispfad heißt aber nicht nur, Tafeln zu lesen, sondern aufmerksam zu sein für die Begegnungen mit Boden, Wasser, Pflanzen oder Tieren. Nicht das Spektakuläre steht im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, sich auf die Vielfalt dessen einzulassen, was bei flüchtiger Betrachtung bekannt erscheinen mag..
Speziell gestaltete Ruhebänke und Baumliegen am Wegrand laden ein zum Verweilen und Entspannen. Ein Wunschssessel aus Stein lockt zum Hinsetzen und Träumen. Der Besucher wird dabei auch angeregt, im Konzertsaal „Natur“ den geheimnisvollen Geräuschen des Waldes und des Wassers zu lauschen. Um die Beobachtungsgabe in der Natur zu schulen und dabei auch den Tastsinn zu sensibilisieren, können die Besucher einige heimische Waldbewohner wie Adler, Uhu und Eichhörnchen als Tierfiguren im Naturpark abtasten. Über eine interaktive Wissensvermittlung werden weitere Tierarten vorgestellt, darunter auch ein ganz spezieller Waldgast: die Ameise.
Eine Pyramide gibt Einblick in das Innenleben, Sozialstruktur und Alltag der arbeitsamen Waldpolizei. Immer wieder gewährt uns der Weg einen freien Blick auf die Felsnadeln der Geislergruppe und bietet ein Panoramaerlebnis der Extraklasse. Ganz unter dem Motto „was wir sehen, sollen Blinde ertasten können“ haben auch sehbehinderte Menschen die Möglichkeit, die Villnösser Geisler als reliefartige Nachbildung zu ertasten.
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Im „Geschichtsbuch der Erde
Im „Geschichtsbuch der Erde“ erhält der Besucher einen kleinen Einblick in die geologische Beschaffenheit der Gegend und in die vorkommenden Gesteinsarten des Villnösstales. Steine aus verschiedenen Schichten zeigen die unterschiedlichsten Formationen und bieten auch Sehbehinderten die Möglichkeit, diese zu ertasten. In einem Kalkbrennofen wird der Gebrauch eines Brennofens und die Gewinnung von Mörtel aus Kalkstein anschaulich und leicht verständlich erklärt.
Eine orttypische Trockenmauer am Wegrand zeigt, wie wichtig diese ökologische Nische auch als Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten geworden ist. Verschiedenartig geflochtene Holzzäune zeugen von einem Jahrhunderte alten Handwerk, das die Kulturlandschaft des Villnösser Tales auch heute noch grundlegend prägt. Bei der letzten Station wird die Bobachtungsgabe noch ein letztes Mal herausgefordert und die Phantasie angeregt: bei der Suche nach dem „Frosch“ in der Landschaft kann sich der Besucher nochmals ganz bewusst in der Umgebung umsehen und gleichzeitig das Auge schulen.
Insgesamt ist der Erlebnispfad auf der Grundlage einer modernen Konzeption erarbeitet und errichtet worden. Es ist kein Lehrpfad, an dem lange Texte zu lesen sind, sondern eben ein Erlebnispfad, der den Besucher animiert die Informationen aktiv zu erfahren.
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Wegeverlauf
Der Naturerlebnisweg Zans beginnt beim Parkplatz in Zans, führt über die Piuswiese und eine neu errichtete Holzbrücke bis zum Wildgehege, vorbei am Kalkofen, an der Hütte „Kelderer Wiese“ sowie am Forsthaus und endet schließlich wieder beim Parkplatz Zans.
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