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Ein lehrreicher Wanderweg für alle Sinne

Lehrpfad von Rosskopf nach Ladurns

Themenwanderwege im Eisacktal

Lehrpfad von Rosskopf nach Ladurns

Lehrpfad von Rosskopf nach Ladurns



Ein neuer Alm- und Lehrpfad führt über sechs urige Almen vom Rosskopf über die Kuh- und Ochsenalm in Richtung Ladurns bis zur Allrissalm im Talschluss von Pflersch. Den Weg kann man auch von der Pflerscher Seite aus bis zum Rosskopf wandern.

Der „Dolomieu-Weg“ (6-Almenweg Rosskopf – Ladurns) gewährt einzigartige Einblicke in die Geologie, Natur, Tier- und Pflanzenwelt.

Der etwa 15 Kilometer lange Weg führt den Wanderer über schöne Almen, Bergwiesen und durch schattige Wälder. Realisiert wurde das Projekt im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader+ in Zusammenarbeit mit der Abteilung Natur & Landschaft (Dr. Artur Kammerer) und der Abteilung Forstwirtschaft mit Unterstützung der Bezirksgemeinschaften und des Forstinspektorates Sterzing.


Wegverlauf



Ein Abstecher des einheitlich und durchgehend markierten Weges führt von der Bergstation Rosskopf aus zur Kuhalm und Ochsenalm unterhalb des eindrucksvollen Kalkgipfels der Telfer Weißen (2566m). Vor Jahrhunderten wurde auch hier für kurze Zeit nach silberhaltigem Erz gesucht.

Ein bedeutendes Bergwerk befindet sich in der Nähe: In Maiern liegt das höchstgelegene Bergwerk Europas, in dem bis 1979 Erz abgebaut wurde. Heute zeigt dort das Südtiroler Bergbaumuseum Schneeberg dem Besucher sehr eindrücklich die Geschichte des Bergbaus.

Wieder zurück zur Bergstation Rosskopf steigen wir auf zum Biotop „Kastellacke“ mit seinem moorigen Feuchtgelände und wandern weiter zur Vallmingalm. Das gegenüberliegende Gelände zeigt ein Fleckenmuster von Latschenbeständen. Latschenwälder wurden in den letzten Jahren vermehrt gerodet, um Weideflächen neu zu erschließen. Das Schnittgut wurde auch für die Herstellung von ätherischen Ölen und wohltuenden Aufgüssen verwendet.


Paradies für Geologen



Nach dem urigen Almdorf der Vallmingalm führt der Weg weiter nach Ladurns. Auf einer Seitenmoräne haben wir einen prachtvollen Ausblick auf die Weißwandspitze und den Tribulaun. Die Weißwandspitze verdankt ihren Namen einer geologischen Laune in den Zeiten der Alpenentstehung.

Über dunklem Gneis sitzt eine helle Dolomitspitze – sie ist das weithin sichtbare, einmalige Gipfelsignal. Die Gesteinswelt in diesem Gebiet ist ein wahrhaftes Eldorado für Geologen. Neben „europäischen“ Urgesteinen kommen hier „afrikanische“ Dolomitgesteine vor.

In diesem Gebiet wurde Geologie-Geschichte geschrieben: Der französische Wissenschaftler und Abenteurer Dolomieu hat hier das nach ihm benannte, einzigartige Gestein „Dolomit“ entdeckt. Seither tragen die bekannten, etwas weiter südöstlich gelegenen „Dolomiten“ seinen Namen.


Der Wald – eine Welt voller Leben



Der Almweg führt weiter durch den sog. Schwarzwald: Lichtungen mit entwurzelten Bäumen und Wurzelstöcken prägen diesen Abschnitt. Der Besucher wird über das Thema „Waldverjüngung“ informiert. Ameisenhügel werden zu ständigen Wegbegleitern. Bei der Ladurnerhütte angelangt, wandern wir über Serpentinenweg weiter durch frischen und kühlen Wald. Hier wird der Lebenszyklus des Waldes aufgezeigt und auf die Bedeutung von morschem und toten Holz aufmerksam gemacht: Totholz ist wichtig für die Artenvielfalt im Ökosystem Wald. Dieses Holz bietet Insekten, Vögeln, Pilzkulturen und Flechten einen optimalen Lebensraum. Gerade für den Waldbewohner Specht ist brach liegendes Holz lebensnotwendig.

Auf der Toffringalm angelangt, bietet sich ein herrlicher Anblick auf Kräuterwiesen. Ein Stück weiter entfernt stehen wir bei den „Hirschlacken“, ein Überbleibsel aus der Eiszeit. Libellen, Frösche und Molche tummeln sich im Gewässer. Wer achtsam den Wegesrand beobachtet, bemerkt eine interessante und abwechslungsreiche Vegetation. Kalkboden und saurer Boden wechseln sich unmittelbar ab: die Behaarte Alpenrose gedeiht hier neben der rostblättrigen Alpenrose.

Der Wanderweg führt weiter über schöne Almflächen und bunte artenreiche Bergwiesen. Auf dem Weg nach Allriss öffnet sich ein kleiner „Waldplatz“: er lädt ein zum Verweilen, zur Rast und Ruhe, aber auch zum Spiel.
Von Ladurns aus können die Wanderer mit der Sesselbahn ins Tal fahren und erreichen den Ausgangspunkt (Talstation Rosskopf) mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Selbstverständlich kann der Weg auch von Ladurns aus in Richtung Rosskopf begangen werden, oder von Alriss nach Ladurns – Rosskopf und umgekehrt.


Feierliche Eröffnung



Der „Dolomieu-Weg“ wird am Sonntag, den 23. Juli 2006 um 11 Uhr mit einer Heiligen Messe feierlich eröffnet. Die Hüttenwirte servieren auf den sechs Almen gastronomische Gaumenfreuden und musikalische Leckerbissen. Ein kostenloser Shuttlebus bringt die Wanderer von 15 Uhr bis in die Abendstunden von Sterzing / Rosskopf bis nach St. Anton im Pflerschtal und retour.


Nützliche Infos zum „Dolomieu-Weg“



Ausgangspunkt: Rosskopf / Sterzing oder Ladurns / Gossensass
Höhenunterschied: 500 Meter
Länge: ca. 15 km (Rosskopf – Allriss)Fußweg hin- und zurück: Tagestour
Gehzeit:Rosskopf-Ladurns: ca. 3 Std. Ladurns-Allriss: ca. 3 Std.
Markierung: einheitlich markierter Weg
Schwierigkeitsgrad: für geübte Wanderer problemlos, auch als Familienwanderung zu empfehlen
Beste Jahreszeit: Frühsommer bis Spätherbst

Einkehrmöglichkeit:
Ochsenalm, geöffnet von Mitte Juni bis Mitte September
Kuhalm, geöffnet von Mitte Juni bis Mitte September, Mobil 334 959 66 86
Vallmingalm, geöffnet von Mitte Juni bis Mitte September.
Ladurnerhütte, geöffnet von Mitte Juli bis Mitte Septebmer
Toffringalm Allrissalm, geöffnet von Juni bis Oktober

Selbstversorgerhütte
in Steiermark in Pöllau
Selbstversorgerhütte mit Wintergarten Selbstversorgerhütte mit Wintergarten © Alm-, Ski- und Wanderhuetten Vermietung GmbH, Österreich
Selbstversorgerhütte für 2-4 Personen
- mit Sauna
- im Sommer buchbar
- mit Ofen / Kamin
- Selbstversorgung
- mit Pkw erreichbar



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