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Das Bergbaumusem Silbertal
Das Montafoner Bergbaumuseum
Das Montafoner Bergbaumuseum besteht seit 1996 und befindet sich im Gemeindeamt Silbertal. Das Museum präsentiert die Geschichte des Bergbaus im Montafon bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt steht ein Schaustollen mit Grubenhunt und Bergmann. Urkunden, historische Fotos, traditionelles Werkzeug sowie zahlreiche Erze aus dem Bergbaugebiet ergänzen die Sammlung.
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Die Geschichte des Bergbaus im Montafon
Die Geschichte des Bergbaus im Montafon reicht wahrscheinlich bis in prähistorische Zeiten zurück. Die im Jahr 2000 entdeckte bronzezeitliche Siedlung in Bartholomäberg- Friega dürfte jedenfalls in Zusammenhang mit einem vorgeschichtlichen Kupfererzbergbau zu sehen sein.
Das Churrätische Reichsurbar – ein Einkünfteverzeichnis des Bistums Chur – aus der Zeit um 843 gibt den ältesten bekannten Hinweis auf die Existenz eines mittelalterlichen Bergbaus im Montafon. Die Quelle nennt einen eigenen Eisenbezirk „ministerium ferraires“, der zweifellos in das Gebiet zwischen Bürs, Arlberg und Montafon (Bereich Bartholomäberg- Kristberg) zu lokalisieren ist.
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Reiche Silberadern wurden entdeckt
Es ist anzunehmen, dass man bald nach dem Eisenerzabbau auf reiche Silberadern stieß, die dann eine lebhafte Epoche des Bergbaus einleiteten. So berichtet eine Urkunde aus dem Jahre 1319 von einem Silberbergwerk. In ihr ist zu lesen, dass König Friedrich der Schöne (Habsburg) seinem Oheim Albrecht von Werdenberg (Bludenz) u. a. erlaubte, „die Silbergruben oder der Berg genannt Muntafune“ seinem Bruder, dem Grafen Hugo, zu vermachen.
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Vertrag zwischen den Silberern und den Walsern
1355 regelt eine Vertragsurkunde Besitzteilungen zwischen den Silberern und den Walsern, jener Volksgruppe, die am Beginn des 14. Jahrhunderts vor allem in hohen Lagen Vorarlbergs siedelte und genauso wie die Silberer besondere Rechte und Freiheiten genossen. Sie besaßen ein eigenes Gericht unter einem Bergrichter, der im Spätmittelalter in Schruns residierte (im Gebäude des heutigen Montafoner Heimatmuseums). Während die Bergrichter die niedere Gerichtsbarkeit ausübten, stand die hohe Gerichtsbarkeit dem Grafen bzw. seinem Vogte zu. Die kaiserlichen Bergwerksordnungen regelten die Befugnisse der Bergrichter, die Arbeitszeiten, die Verwaltung des Holzes für den
Bergwerksbetrieb, die Einrichtung von Lehmgruben zur Verhüttung des Erzes u. v. m.b
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Silbergruben am Falkenstein in Schwaz
1448 wurden unter Erzherzog Sigismund die berühmt gewordenen Silbergruben am Falkenstein in Schwaz eröffnet. Dies führte auch im Montafon zu vermehrter Bergbautätigkeit. Die Entdeckung ergiebiger Silberadern am Kristberg leitete am Ausgang des Mittelalters eine letzte Blütezeit für den Bergbau im Montafon ein. In Bartholomäberg wurde jetzt auch Kupfer gewonnen, wie aus der Erwähnung einer „Kupferleite“ aus dem Jahre 1473 deutlich wird.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts geriet der Bergbau im Montafon in die Krise: Vor allem die Entdeckung Amerikas und der Import von großen Mengen Silber und Kupfer nach Europa (mit dem anschließenden Preisverfall) bereiteten dem Bergbau im Tale spätestens kurz nach 1600 ein Ende. Das Museum in Silbertal und die Schaubergwerke in Bartholomäberg erinnern somit an längst vergangene Zeiten.
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Weitere Informationen
Um auch heute wieder einen Einblick in die Bergbautätigkeit im Montafon vor hunderten von Jahren zu bekommen, wurde in Bartholomäberg der „St. Anna Stollen“ als Historisches Bergwerk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und dieser kann in den Sommermonaten von Juni bis Oktober unter fachkundiger Führung eindrucksvoll besichtigt werden.
weitere Informationen:
Montafoner Bergbaumuseum Silbertal
Gemeindeamt Silbertal
Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr
Gruppen: Führungen auf Voranmeldung
Tel. +43 (0) 5556 74112 (Tourismusinformation Silbertal)
E-Mail : museen@montafon.at
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